Nachhaltigkeit & Zirkularität in OWL - erforschen, entwickeln, transformieren

Hier finden Sie einen Überblick über laufende und abgeschlossene Projekte, die den Wandel in der Region aktiv vorantreiben, mit dem Ziel, OWL als Modellregion für zirkuläres Wirtschaften weiter zu stärken. Gemeinsam mit Partner*innen aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Gesellschaft entstehen hier Innovationen für eine ressourcenschonende Zukunft – regional verankert, global relevant.

it's OWL Projekte

Strategisches Management der Dualen Transformation
Wie Nachhaltigkeit und Digitalisierung zum Erfolg von Unternehmen führen können, damit beschäftigt sich das Projekt DualStrat „Strategisches Management der Dualen Transformation“. Ob Material, Arbeitsbedingungen oder Recycling: Wertschöpfungsketten haben für Unternehmen ein großes Potential, nachhaltiger zu werden. Aufgrund der Komplexität der Wertschöpfungsketten ist ein Management erforderlich. Insgesamt stellen digitale Technologien wie Künstliche Intelligenz, Blockchain oder der Digitale Zwilling ein erhebliches Potential zur Erfüllung der Nachhaltigkeitsziele sowie zur gleichzeitigen Transformation des Kerngeschäfts dar [EMF12]. Der Einsatz der Digitalisierung allein ist jedoch kein Garant für eine erfolgreiche Nachhaltigkeitstransformation. Vielmehr bedarf es bspw. dem Aufbau von strategischen Partnerschaften und Nachhaltigkeits-Allianzen, um Datenstandards und -schnittstellen für die wertschöpfungsstufenübergreifende Zusammenarbeit im Zuge der Kreislaufwirtschaft zu ermöglichen. Nur durch Einbezug interner und externer Stakeholder ist somit die gezielte Transformation von Prozessen, Produkten und Geschäftsmodellen eines Unternehmens im Kontext der Nachhaltigkeit und Digitalisierung realisierbar. Nicht zuletzt aufgrund der hohen Auswirkungen auf das Geschäft bedarf es daher einer strategischen, ganzheitlichen und integrativen Betrachtung beider Transformationsprozesse im Sinne einer Dualen Transformation. Ziel der Dualen Transformation ist es, neue unternehmerische Erfolgspotentiale zu erschließen, die eine langfristig erfolgreiche Positionierung des Unternehmens im Wettbewerbsumfeld ermöglichen.
Datenfabrik.NRW

Künstliche Intelligenz in der Produktion von morgen Die »Datenfabrik NRW« ist ein Projekt des Spitzenclusters it´s OWL, in dem die Unternehmen CLAAS und Schmitz Cargobull gemeinsam mit NTT Data, Duvenbeck Kraftverkehr und MotionMiners sowie den Fraunhofer-Instituten IEM, IML, IOSB-INA und IAIS ein Modell für eine datengetriebene Fabrik der Zukunft entwickeln. Auf Grundlage innovativster Verfahren und unter Einsatz Künstlicher Intelligenz werden die Fabrikplanung, die Produktion, die Logistik und die Unternehmensarchitektur der Anwenderunternehmen analysiert und in Pilotbereichen transformiert. Außerdem wird ein strategischer Handlungsrahmen für das Veränderungsmanagement sowie eine IT-Infrastruktur erarbeitet, sodass Technologie- und Wissenstransfer in die Breite über die Grenzen von NRW Anklang findet. Die vier beteiligten Fraunhofer-Institute bringen ihre anwendungsorientierten Forschung und die praktische Umsetzungserfahrung in das Projekt ein und übernehmen den KI-Part im Projekt. Angesetzt wird an drei Punkten: Sie identifizieren und entwickeln konkrete Lösungen für den Einsatz Künstlicher Intelligenz in der industriellen Produktion. Zudem ermöglichen sie einen Transfer von Methoden- und Technologien aus der Wissenschaft in Unternehmen, um KI-gestützte Lösungen in bestehende Prozesse und Unternehmensarchitekturen zu integrieren. Außerdem erarbeiten sie ein ganzheitliches Veränderungsmanagement, das Unternehmen bei der Organisation neuer Prozesse für den Einsatz Künstlicher Intelligenz unterstützt. In den Fabriken von Claas und Schmitz Cargobull werden die Ergebnisse dann direkt umgesetzt und sollen auch von anderen Unternehmen genutzt werden können. Sowohl KI.NRW als auch der Spitzencluster it’s OWL unterstützen die Verbreitung der Projektergebnisse. Das Projekt Datenfabrik.NRW (Laufzeit 4 Jahre) hat ein Gesamtvolumen von 14,5 Mio. Euro und wird mit 9,2 Mio. Euro durch das Land Nordrhein-Westfalen gefördert.

Regionale Projekte (OWL, NRW)

Überregionale Projekte (D, Europa)

Wege zum zirkulären Geschäftsmodell

In 18 Monaten untersuchen der Verband  Klimaschutz-Unternehmen  und das  Fachgebiet umweltgerechte produkte und prozesse (upp)  der Universität Kassel bei ihrem Kooperationsprojekt Zielkonflikte, Herausforderungen und Lösungsansätze bei der Umstellung auf zirkuläre Geschäftsmodelle. Mit 13 unterschiedlich großen Unternehmen aus verschiedenen Stellen in Kreisläufen und Branchen wie Abfall, Kunststoff, Logistik, Medizin, Metall oder Textil analysieren die Projektpartner von September 2024 bis Februar 2026 warum Klimaschutz und Kreislaufwirtschaft oft Zielkonflikte bedeuten. Für andere Betriebe, die ihre linearen auf zirkuläre Geschäftsmodelle umstellen wollen, entwickeln sie Handlungsempfehlungen und eine digitale Entscheidungshilfe. Zehn der Betriebe sind Mitglieder der Exzellenzinitiative Klimaschutz-Unternehmen. Das Projekt wird gefördert von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU).