
itsowl-TP-DigiKonfigTwin
Digitaler Zwilling für die kollaborative Konfiguration von Maschinen und Anlagen Im Projekt DigiKonfigTwin wird eine Systematik inkl. Methoden und Werkzeugen erarbeitet, mit deren Hilfe Anlagen-/ Maschinenkonfigurationen in Zusammenarbeit zwischen Anbieter und Kunden auf Basis eines Digitalen Zwillings bewertet/ausgewählt werden können. Das Projekt adressiert die Herausforderungen im Maschinen- und Anlagenbau, komplexe Produkte kosten- & zeiteffizient konzipieren zu können. Die Systematik wird exemplarisch an einem Anwendungsfall angewandt und in Form eines Demonstrators der Mehrwert und die Übertragbarkeit auf weitere Unternehmen aufgezeigt.
Fraunhofer-Institut für Entwurfstechnik Mechatronik IEM
JJ
Julien Jahneke
Details
Laufend
Digitaler Zwilling
€200,000.00
01/2023 - 12/2023
Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen
it's OWL
Problem
Die zunehmende Digitalisierung als herausragender Veränderungstreiber nimmt starken Einfluss auf den Maschinen und Anlagenbau. Systeme werden vermehrt durch Funktionalität angereichert, was in einer stark steigenden Komplexität der Produkte resultiert. Insbesondere im Sondermaschinenbau stehen Unternehmen hier vor großen Herausforderungen, diese Komplexität beherrschbar zu machen. Eine weitere Herausforderung stellt der zunehmend anspruchsvollere Markt dar.
Kunden von RK Rose+Krieger müssen in der Lage sein, effizient unterschiedliche Lösungen zu bewerten und die wechselwirkende Interaktion mit den eigenen Komponenten zu evaluieren. Aktuell bedienen sich die Kunden von RK Rose+Krieger an der CAD-Komponentenbibliothek CADENAS, welche CAD-Daten sämtlicher Komponenten per Download zur Verfügung stellt. Die Modelle können dann in den jeweiligen Tools der Kunden geladen werden, um eine konstruktive Pilotierung der Anlage durchführen zu können. Neben der räumlichen Integration findet keine funktionale Analyse der Kombination statt.
Eine funktionale Eignung der Komponenten muss vom jeweiligen Konstrukteur eigenständig mithilfe von Daten aus technischen Datenblättern oder weiteren Informationsquellen analysiert werden. Dieser Vorgang ist mit einem hohen Zeitaufwand verbunden, was bei der großen Zahl an möglichen Lösungselementen kaum mehr zu bewältigen ist. In Folge wird der Schritt der Lösungsbewertung stark verlangsamt, was zu einer Verzögerung gesamter Projekte führen kann. Dadurch sinkt die Kundenzufriedenheit und bei den Mitarbeitern der Konstruktion wird eine höhere Stressbelastung in den Planungsphase verursacht. Fehler, die in dieser Phase entstehen, sind später mit hohem Aufwand und damit mit hohen Fehlerbehebungskosten verbunden.
Ziel und Ansatz
Das übergeordnete Ziel des Projekts eine Systematik zur Einführung und Etablierung eines Digitalen Zwillings zur Konfiguration von Maschinen und Anlagen in enger Zusammenarbeit zwischen RK Rose+Krieger und ihren Kunden. Als grundlegender Teil der Systematik soll zunächst die Aufnahme des bestehenden Entwicklungsprozesses, des Produktportfolios sowie der eingesetzten IT-Werkzeuge bei RK Rose+Krieger erfolgen.
Weiterhin soll die Ausgangssituation analysiert und Potentiale und Use Cases sowie damit verbundene Anforderungen an den Digitalen Zwilling, dessen Architektur und dessen Elemente erarbeitet und dokumentiert werden. Ausgehend davon soll das Unternehmen befähigt werde, einen Digitalen Zwilling zu etablieren, welcher die eigenen internen Prozesse mit denen der Kunden sowie die jeweils genutzten Werkzeuge miteinander verbindet und einen hohen Kundennutzen generiert. Zudem soll die Systematik exemplarisch anhand des Mehrachsbaukastens für Lineartechnik bei RK Rose+Krieger angewandt und in Form eines Demonstrators aufbereitet und praxisnah dargestellt werden.
Beteiligte Partner

Minden, Germany
RK Rose+Krieger GmbH
