Strategische Planung einer digitalen Plattform für die Gebäudebranche am Beispiel von heroal

Auch im Bereich der Baubranche werden zukünftig digitale Plattformen als Megatrend fokussiert und stellen heroal, als Systemhersteller vor die Herausforderung einer strategischen Entscheidung zu einer möglichen Positionierung in der Plattform-Ökonomie. Es existieren bereits verschiedene Insel-Plattformen für den Gebäude-Lebenszyklus. Es fehlt jedoch an Orientierung in der bestehenden Plattform-Landschaft und neuen, vielversprechenden Plattform-Geschäftsideen für die Baubranche. Das Projektvorhaben zur strategischen Planung einer heroal-Plattform liefert eine Plattformstrategie zur Entscheidungsunterstützung im Unternehmen sowie konkrete validierte Plattform-Konzepte zur Umsetzung der Strategie.

Fraunhofer-Institut für Entwurfstechnik Mechatronik IEM

Laban Asmar

Laban Asmar

Abteilungsleiter

Details

itsowl-TP-DigiBau

Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes NRW

it's OWL

Problem

Kaum ein Gebiet weist im Zuge der Digitalisierung so viel Disruptionspotenzial auf, wie digitale Plattformen. Im Business-to-Consumer-Bereich (B2C) und Consumer-to-Consumer-Bereich (C2C) sind digitale Plattformen selbstverständlicher Bestandteil des Alltags. Für nahezu jede Aufgabe existiert eine Plattform. Der Erfolgszug digitaler Plattformen ist nun auch im industriellen Kontext (sowohl B2B als auch B2C) angekommen und steht kurz vor der Schwelle zur Plattform-Ökonomie.



Voraussetzung für die Erschließung der Chancen sind für heroal innovative Lösungen, die den Kunden einen hohen und wahrgenommenen Nutzen bringen und so eine adäquate Zahlungsbereitschaft erzeugen. Das reine Produktgeschäft wird hierbei zunehmend durch datenbasierte Services ergänzt, um kundenorientierte Problemlösungen zu ermöglichen. 

Ergebnisse und Werte

Plattform-Radar für die Baubranche: Der in AP 1 erarbeitet Überblick über die Plattform-Landschaft wird als Plattform-Radar dargestellt und für die Innovationsplattform bereitgestellt. Dieser beinhaltet eine kurze Charakterisierung der identifizierten Plattformen (Plattform-Steckbriefe) sowie deren Einordnung in die unterschiedlichen Plattform-Typen. Durch die Bereitstellung als Wissensbaustein profitieren die Unternehmen des Cluster von (a) der Übersicht im Kontext Baubranche sowie (b) von der Entwicklung eines Verständnisses für die unterschiedlichen Plattform-Typen und deren zugrundeliegenden Herausforderungen. Dieses Wissen lässt sich durch die Unternehmen wiederum auf die eigene bzw. weitere Branchen übertragen. 



Plattform-Quick-Check: Der Plattform-Quick-Check (vgl. Wahl-O-Mat) ermöglicht es Unternehmen des Cluster basierend auf dem Geschäftsmodells des eigenen Unternehmens sowie den angebotenen Marktleistungen eine erste Orientierung zu den strategischen Möglichkeiten in der Plattform-Ökonomie zu liefern. Auf Grundlage der durch das Unternehmen beantworteten Thesen, z.B. zu Aspekten wie der Risikobereitschaft oder dem Standardisierungsgrad der Produkte, gibt der Plattform-O-Mat eine erste Empfehlung für den Einstieg in die Plattformökonomie. 



Leitfaden zur Erarbeitung einer Plattform-Strategie: Viele der im Projekt erarbeiteten Ergebnisse basieren auf der Anwendung plattformspezifischer Methoden innerhalb von Workshops. Die Sammlung aller eingesetzten Methoden wird als Leitfaden zur Erarbeitung einer Plattformstrategie aufbereitet und zur Verfügung gestellt. Unternehmen des Clusters werden somit befähigt mittels des Leitfadens eigene Plattformideen zu entwickeln und die einzelne Aspekte und Gestaltungsoptionen für eigene Plattformideen auszuarbeiten. 

Beteiligte Partner