Arbeit 4.0 | Bedarfsanalyse und Angebote für produzierende Gewerbe und Unternehmen

Informations- und Kommunikationstechnologien erhalten zunehmend Einzug in die Arbeitswelt. Dies betrifft sowohl die Produktionsarbeit (zum Beispiel durch Tablets zur Unterstützung der Arbeitsabläufe) als auch die Wissens- und Entwicklungsarbeit, die zunehmend mit einer zeitlich und räumlich verteilten Arbeit sowie immer komplexeren Produkten konfrontiert ist.

Katharina Reintjes

Katharina Reintjes

Referentin Operations & it's OWL Projektbüro

Details

AWARE

€1,790,000.00

Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen

it's OWL

Problem

Mit der Digitalisierung der Arbeit rücken soziale Aspekte der Arbeitsgestaltung in den Fokus. So gilt es, die Beschäftigten im Wandel zur Digitalisierung aktiv einzubinden, ihre Arbeitsbedingungen und Qualifikationen anzupassen und mit den Gremien der be-trieblichen Mitbestimmung Veränderungen der Arbeitswelt gemeinsam umzusetzen. Dabei sind Unternehmensziele und Bedürfnissen der Beschäftigten in Einklang zu bringen.

Ziel und Ansatz

Ziel des Projekts ist es, die Potenziale der Digitalisierung für die Arbeitswelt humangerecht und mehrwertstiftend auszugestalten. Hierbei wird auf eine Balance zwischen technischen Möglichkeiten, organisatorischer Gestaltung und Veränderungskommunikation sowie Auswirkungen auf die Beschäftigten und deren aktiven Einbezug abgezielt. Dazu werden Ergebnisse aus der Forschung modellhaft in die betriebliche Anwendung bei Unternehmen überführt. Dabei werden die Themenfelder kognitive Assistenzsysteme, partizipative Technologiegestaltung, Lern- und Lehrplattformen sowie agile Führung und Personalentwicklung abgedeckt. AP1 Digitale Führung: Ziel des Teilprojekts war es, Veränderungen von Führungsaufgaben, -kompetenzen und -kultur zu identifizieren. Darauf aufbauend wurden Unterstützungsinstrumente entwickelt, die Führungskräfte bestmöglich auf die anstehenden Veränderungen vorbereiten und einen Kulturwandel in Bezug auf agile Führungsmethoden unterstützen. AP2 Unternehmensübergreifende Lernplattformen: Im Fokus des Teilprojekts stand die Entwicklung von bedarfsgerechten, neuartigen Lernangeboten zur Steigerung digitaler Kompetenzen, die zeit- und ortsunabhängiges Lernen ermöglichen.

Ergebnisse und Werte

AP3 Agile Organisation: Ziel des Teilprojekts war es, den Bedarf für agile Methoden in produzierenden Unternehmen zu erfassen und auf dieser Grundlage Konzepte für eine agile Unternehmensorganisation zu erarbeiten. Darüber hinaus wurden Transferinstrumente und Handlungsempfehlungen für die Einführung und Verstetigung agiler Use Cases erarbeitet. AP4 Nutzungsschnittstellen von Assistenzsystemen: Ziel des Teilprojekts war es, eine sich den Prozessanforderungen und den Benutzer(-gruppen) dynamisch anpassende Augmented-Reality-Assistenzfunktion (pilotiert) umzusetzen. AP5 Kognitive Assistenzsysteme: unter dem Aspekt der Veränderung von Kernkompetenzen einzelner Mitarbeitender erarbeitet. Zusammen mit assoziierten Unternehmen und Partnern wurde das Pilotprojekt ‚Digitalisierung in der beruflichen Bildung (DIBB)‘ durchgeführt, in dem Forschungsergebnisse aus den jeweiligen Themenfeldern prototypisch in den industriellen Einsatz überführt und evaluiert wurden. AP6 Partizipative Technologieentwicklung: Im Zuge des Teilprojekts wurde die Fragestellung nach weiteren Methoden und Formen der integrativen Zusammenarbeit bearbeitet. Ziel war es, Organisationen und Unternehmen eine Hilfestellung an die Hand zu geben, sich mit komplexen Fragestellungen und Themen zukünftig so auseinander zu setzen, dass sie transparent angegangen werden können. AP7 Digitalisierung und Diversity in OstWestfalenLippe: Das Ziel des Projekts bestand darin, die Rolle von Vielfalt für die Gestaltung der Digitalisierung sowie die Möglichkeiten der Erschließung von Potenzialen einzelner Beschäftigtengruppen herauszustellen. AP8 Arbeitnehmermitgestaltung: Veränderungsprozesse in Unternehmen können zu Sorgen bei den Beschäftigten führen. Um dem vorzubeugen ist der Transformationsprozess in eine digitalisierte Arbeitswelt bewusst ganzheitlich zu gestalten. Andererseits geht es darum, gemeinsam mit den Beschäftigten und im Dialog mit der Geschäftsleitung, Zielbilder zu entwickeln und zu bearbeiten.